Bergwetter-Lexikon

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Hochdruckkeil

Auch Hochdruckrücken genannt ...

Ein Gebiet mit höherem Luftdruck meist in größerer Höhe (dann auch Höhenkeil genannt), das sich keilförmig üblicherweise von Süden bis Südwesten her mit wärmerer Luft vorschiebt. Es handelt sich um einen Wellenberg von Hochdrucklinien und somit um eine Druckwelle mit wetterberuhigender Wirkung, da die wärmere Höhenluft die atmosphärische Luftschichtung stabilisiert und das Aufsteigen von Luftmassen (Konvektion) samt Wolken- und Niederschlagsbildung unterdrückt beziehungsweise durch absinkende Luftmassen Wolken auch auflöst. Wie freundlich sich das Wetter unter einem Hochdruckkeil tatsächlich gestaltet hängt davon ab, wie weit er vertikal in die wetterrelevante atmosphärische Schicht hineinreicht, wie das Wetter zuvor war und wie schnell er sich bewegt sowie davon, ob Frontensysteme streifen, die darin abgeschwächt werden, aber dennoch für Wolken sorgen können.

Zudem ist ein stabilisierender Hochdruckkeil aber auch ein Hinweis darauf, dass sich die dominierende Höhenströmung verwellt und bedeutet gleichzeitig, dass irgendwo in der Umgebung auch Tiefdruck von der Gegenseite vorstößt. Da ein Hochdruckkeil über den Ostalpen üblicherweise von Süden oder Südwesten her vorstößt und nach Osten abwandert, folgt anschließend meist sein Gegenstück, ein sogenannter Höhentrog oder auch ein abgeschlossenes Tiefdruckgebiet aus westlicher Richtung. Es strömen also hinter dem Hochdruckkeil labilere Luftmassen heran und sorgen auch an dessem Rande oft schon für unbeständiges Wetter. In den Ostalpenraum gelangen dadurch an der Rückseite von Südwesten her meist feucht-labilie Luftmassen aus dem Mittelmeerraum oder auch vom Ostatlantik.

Je nach Ausmaß und Stabilität der allgemeinen Strömung hält sich ein stabilisierender Hochdruckkeil über den Ostalpen wenige Stunden bis wenige Tage, wobei meistens der erste Fall zutrifft.

Bergwetter Hochdruckkeil

Quelle: Wetter-Plattform des IMGI der Universität Innsbruck

In der Abbildung oben ist die keilförmige Ausbuchtung des Hochdruckgebietes über dem Mittelmeer bis über Österreich hinaus deutlich zu erkennen. Westlich davon befindet sich ein Azorentief und steuert bereits feucht-labilie Luftmassen in den Westalpenraum.






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